Draußen spielen
Taktik · Fortgeschritten
Erklärteil
offenCrossminton ist ein Draußen-Spiel — als solches wurde es erfunden. Es kennt kein Netz; zwischen den beiden Feldern liegt die Passierzone, und genau das macht es überall spielbar: am Strand, im Park, auf der Wiese, auf dem Platz. Wer nach drinnen gewöhnt ist, trifft draußen auf neue Bedingungen, die das Spiel verändern.
Der wichtigste Unterschied ist der Wind. Ohne Netz und mit offener Flugbahn wirkt der Wind direkt auf den Speeder. Dafür ist der Speeder gemacht: schwerer, schmaler und kürzer als ein Federball, fliegt er stabil und ist bis etwa Windstärke 4 gut spielbar. Bei stärkerem Wind gibt es einen eigens dafür entwickelten, schwereren Speeder (den Cross-Speeder) statt des schnelleren Match-Speeders — im Turnier darf ein modifizierter Speeder aber nur mit Zustimmung von Organisator und Oberschiedsrichter zum Einsatz kommen.
Auch der Boden wechselt: Sand, Rasen, Asche oder Kunstrasen verlangen jeweils andere Fußarbeit als der feste Hallenboden. Und Sonne, Nässe und Hitze kommen als Bedingungen hinzu, die es drinnen nicht gibt. Nicht zuletzt hat die Seitenwechsel-Regel draußen einen handfesten Sinn: Sie gleicht Wind und Licht zwischen beiden Parteien aus.
Die folgenden Bausteine gehen diese Bedingungen der Reihe nach durch. Der Grundgedanke ist immer derselbe: Draußen spielst du mit den Bedingungen, nicht gegen sie.
Ein Segler flucht nicht über den Wind, er stellt die Segel. Draußen ist die Umgebung dein Mitspieler — wer sie liest, hat einen Vorteil.
Reflexionsaufgabe
offenDenk an das letzte Mal, als du draußen gespielt hast: Welche Bedingung hat dein Spiel am meisten verändert — Wind, Boden, Sonne oder Hitze? Und hast du versucht, dagegen anzukämpfen, oder dich darauf eingestellt? Nimm dir vor, beim nächsten Mal draußen zuerst die Bedingungen bewusst zu lesen, bevor du losspielst — so wie du einen Gegner liest.
Einordnung
- Spielziele
- Windspiel, Längen- und Tiefensteuerung
- Voraussetzungen
- Das Spielziel verstehen