Der Speeder
Ausrüstung · Einsteiger
Erklärteil
offenDer Speeder ist der Ball des Crossminton — und der Grund, warum es den Sport überhaupt gibt. Am Anfang stand die Suche nach einem Ball, der auch bei Wind fliegt, wo ein Federball längst abtreibt. Die Antwort ist kürzer, schwerer und schmaler gebaut als ein Federball: Das verkürzte Flugkleid nimmt weniger Luftwiderstand mit, das höhere Gewicht bringt mehr Trägheit. Zusammen ergibt das eine flache, schnelle, weite Bahn, die stabil bleibt. Ein Speeder wiegt zwischen 8 und 10 Gramm, etwa dreimal so viel wie ein Federball, und ist wasser- und reißfest.
Es gibt ihn in mehreren Typen, und für dein Spiel zählt vor allem, den richtigen zu greifen. Der rote Fun Speeder ist der leichteste und langsamste: ideal für den Einstieg, für Kinder und fürs Training — in der Altersklasse U12 ist er sogar vorgeschrieben. Der gelbe Match Speeder ist der offizielle Wettkampfball; mit ihm wird in allen anderen Kategorien gespielt. Der Cross Speeder ist der schwerste und fliegt am weitesten, gedacht für lange Distanzen und Wind. Der Night Speeder trägt eine durchsichtige Kappe für ein Leuchtstäbchen und macht das Spiel bei Dunkelheit möglich. Der Heli ist besonders windstabil und auf kurze Wege gebaut.
Die Weiten- und Tempoangaben der Hersteller schwanken je nach Quelle stark — nimm sie als Größenordnung, nicht als Messwert. Fest steht die Reihenfolge: Fun am langsamsten, Match in der Mitte, Cross am schnellsten und weitesten.
Bei Wind hast du drei Stufen. Der Speeder selbst ist bis etwa Windstärke 4 spielbar gebaut — das ist sein eigentlicher Zweck. Reicht das nicht, stülpst du einen Windring unter die Kappe: Er erhöht das Gewicht, und mehr Masse bei gleicher Angriffsfläche macht die Bahn träger gegen den Seitenwind, also stabiler. Ein verbreiteter Irrtum ist, der Ring senke den Luftwiderstand. Das stimmt nicht: Er lässt die Form unverändert und erhöht allein das Gewicht. Erst wenn auch das nicht genügt, greifst du zu einem schwereren Typ wie dem Cross — im Wettkampf allerdings nur nach Rücksprache mit dem Organisator und im Einvernehmen mit dem Oberschiedsrichter.
Zwei Regeln solltest du kennen. Die Form des Speeders darf sich nicht ändern — ihn zwischendurch in die Hosentasche zu stecken ist ausdrücklich verboten. Und einen sichtbar beschädigten Speeder darfst du nicht absichtlich weiterspielen; verformt er sich im Ballwechsel, wird der Punkt wiederholt. Prüfe deine Speeder deshalb nach jedem Match und sortiere angeschlagene aus.
Reflexionsaufgabe
offenSchau dir deine Speeder an: Welcher Typ liegt bei dir in der Tasche — rot (Fun) oder gelb (Match)? Passt er zu dem, was du meistens spielst? Dreh jeden einmal in der Hand und prüf ihn auf Risse und Dellen; angeschlagene Speeder fliegen unberechenbar und gehören aussortiert. Und wenn du draußen spielst: Hast du für Wind eine Antwort dabei — einen Windring oder einen schwereren Speeder?